GT: 26. 11. 2015

Chancen in ganz Europa

Schüler unterzeichnen „Garantie für Ausbildung“

von Maren Iben

Göttingen. Eine Garantie für Ausbildung (kurz „Gaus“) haben 36 Schüler aus Göttingen und der Region unterzeichnet. Ab 2017 sollen die Jugendlichen in einem Betrieb der insgesamt 21 Mitgliedsinnungen der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen eine Ausbildung absolvieren.

Gemeinsam mit den jeweiligen Schulträgern (Stadt und Landkreis Göttingen und das Bistum Hildesheim) sowie den sieben am Projekt teilnehmenden Schulen garantiert die Kreishandwerkerschaft den Jugendlichen einen Ausbildungsplatz für das Lehrjahr im Sommer 2017, sofern diese bestimmte vertragliche Voraussetzungen, insbesondere durchschnittlich befriedigende Noten, erfüllen. Auch ausschließlich entschuldigte Fehltage und die Teilnahme an einem individuellen Förderprogramm, falls erforderlich, gehören zu den vertraglichen Vereinbarungen.

Ursprünglich stammt das Projekt aus dem nordrhein-westfälischen Meckenheim – dort konnte jedoch nur eine Schule als Kooperationspartner gewonnen werden. Den Impuls, ein solches Projekt auch in Südniedersachsen zu etablieren, hatte Harald Wegener, stellvertretende Kreishandwerksmeister und Bürgermeister von Hann. Münden. Dass man in Göttingen und Region auf Anhieb sieben Schulen zur Teilnahme am Gaus-Projekt motivieren konnte, wertete Landrat Bernhard Reuter in seinem Grußwort als „Signal für Leistungsbereitschaft und Mut.“ Sei Südniedersachsen vor wenigen Jahren noch „das Sorgenkind Niedersachsens“ gewesen, bewiesen Projekte wie „Gaus“ den Willen zur positiven Gestaltung der Zukunft.

Dazu gehöre zweifelsohne die Bereitschaft, Jugendlichen und auch den handwerklichen Betrieben eine Perspektive zu geben und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dem schloss sich die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt an. „Gaus“ biete eine „hervorragende Existenzgrundlage“, sowohl für die zukünftigen Auszubildenden als auch die Handwerksbetriebe. Generell biete die duale Berufsausbildung, bestehend aus dem Lernen im Betrieb und dem Lernen in der Berufsschule, jedem Einzelnen die Chance, „eigene Stärken herauszuarbeiten“.

Daran knüpfte auch Kreishandwerksmeister Christian Frölich an, der sich bei den anwesenden Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern für das Unterzeichnen der Verträge bedankte. Dieser Schritt könne den Weg in die „goldene berufliche Zukunft des Handwerks“ bieten, denn in allen Bereichen herrsche Fachkräftemangel, den die zukünftigen Auszubildenden für sich nutzen könnten – „mit besten Chancen in ganz Europa.“ Insgesamt konnten 46 Schülerinnen und Schüler für „Gaus“ gewonnen werden; zehn von ihnen waren beim Festakt nicht anwesend. „Wir gehen aber davon aus, dass sie den Vertrag in den nächsten Tagen in ihren Schulen unterzeichnen werden“, heißt es in einer Mitteilung der Kreishandwerkerschaft.

Partnerschulen

Die sieben am Gaus-Projekt teilnehmenden Schulen - Schule am Hohen Hagen, Dransfeld; Carl-Friedrich-Gauß-Schule, Groß Schneen; Schule am Auefeld, Hann. Münden; Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Göttingen; Käthe-Kollwitz-Schule, Göttin­gen; Heinrich-Heine-Schule, Göttingen und die Bonifatiusschuie II, Göttingen - erhiel­ten im Rahmen des Festakts eine Ehrung zur „Partner­schule des Handwerks". „Sie alle haben eine Vorbildfunkti­on für andere Schulen in der Region, sich dem Gaus-Pro­jekt anzuschließen", so Kreis­handwerksmeister Christian Frölich.

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD:


GT: 16.11.2015

„Einfach eine tolle Idee“
Elterndinner an der Göttinger Geschwister-Scholl-Gesamtschule: Lehrer versuchen sich als Kellner

Göttingen. Drei-Gänge-Menüs gab es am Freitagabend nicht nur in den Restaurants der Stadt. Ein eher ungewöhnliches „Etablissement“ hatte ebenfalls seine Pforten geöffnet: Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Rund 200 Eltern waren zum exklusiven Elterndinner geladen.

Die Karten für den Dinnerabend waren in Rekordzeit vergriffen, berichtete Schulleiter Tom Wedrins, der an diesem Abend den Oberkellner mimte. Die Aktion fand anlässlich den 40-jährigen Bestehens der Geschwister-Scholl-Gesamtschule statt. „Das ist unser Dankeschön für das Engagement der Eltern“, so Wedrins. Das Verhältnis zwischen Lehrern und Eltern sei an der Schule exzellent, folgerichtig kam Wedrins auch gar nicht mehr aus dem Händeschütteln heraus. „Einfach eine tolle Idee“, fasste ein Vater zusammen.

Die Idee kam aus dem Lehrerkollegium selbst, wie Wedrins erklärt. Eine der Organisatorinnen ist Katina Kunze. „Wir nennen das Orga-Team selbst Jubeltruppe“, erklärte sie. Schließlich sei das Team für alle Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums zuständig. „Wir haben uns überlegt, wie holen wir die Eltern beim Jubiläum mit ins Boot?“ Denn nur durch tolle Eltern sei ein schönes Schulleben möglich. „Auch die Klassengemeinschaft steht und fällt mit den Eltern“, so die Lehrerin.

Erfahrung in der Gastronomie hatte übrigens fast keine der etwa 30 Lehrkräfte mitgebracht. „Nur zwei von uns haben Gastro-Erfahrung. Die müssen dann eben die großen 16er-Tische übernehmen“, sagte Kunze und lachte. Kellnern am Tisch, Begrüßungssekt ausschenken, selbst das „Türstehen“ – alles übernahmen die Lehrer selbst. Das Kochen überließen die Pädagogen dann aber doch lieber den Profis um Küchenchef Heiko Dylla. Mit den ersten Vorbereitungen hat seit Team zwar schon mittags angefangen, aber „normalerweise geben wir hier 1400 Essen aus, da sind 200 nicht ganz so problematisch“.

Und so wurden dann auch schnell Brokkolisuppe, überbackene Hähnchenbrust und schließlich Rote Grütze serviert – unfallfrei, und das trotz fehlender Gastro-Erfahrung. bk

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD:


GT: 09.10.2015

40 Jahre Geschwister-Scholl-Schule

Höhen und Tiefen einer KGS, die dann zur IGS wurde

Göttingen. Sie hat sich über viele Höhen und Tiefen immer weiterentwickelt – oft gegen starke Widerstände in der Politik. Inzwischen ist die Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) mit etwa 1500 Schülern eine der beiden größten Schulen in Göttingen. Und sie feiert den 40. Geburtstag.

Als eine „Geschichte der Widrigkeiten und Nicht-Eindeutigkeiten“ beschreibt Schulleiter Tom Wedrins die Entwicklung der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in der Göttinger Weststadt, die inzwischen eine integrative Gesamtschule (IGS) ist. Dass sie heute mit 1500 Schülern sowie 200 Lehrern und anderen Beschäftigten ihre Position in Göttingen behauptet, habe sie vor allem ihrem Kollegium zu verdanken. Immer wieder habe sich die Schule von innen heraus verändert, sagt Wedrins.

Schon ihre Vorbereitung war schwierig. Die Politik war sich zwar einig, dass die Stadt dringend neue Schulen brauchte, um steigende Schülerzahlen aufzufangen, aber Gesamtschulen waren noch etwas Neues und politisch umstritten. Dabei bescherte gerade der politische Schulstreit zu Beginn der 1970er-Jahre der Stadt Göttingen schließlich zwei Gesamtschulen: die IGS in Geismar und die KGS in der Weststadt. Die SPD war damals Verfechter einer IGS, die CDU stützte das Modell der KGS, das viele Elemente der Dreigliedrigkeit beibehalten sollte. Unter diesen Prämissen stimmte die CDU 1971 im zuständigen Göttinger Kreistag noch einem Grundsatzbeschluss für neue Gesamtschulen zu. Als sie 1973 dann wirklich umgesetzt werden sollten, versuchte die CDU, diese Schulform zu verhindern – vergeblich.

Die neue KGS bekam auf dem Gelände des früheren Göttinger Flugplatzes einen Neubau, dessen Bau allerdings stockte. An diesem Standort löste sie zugleich die Albert-Schweitzer-Hauptschule und die Gerhart-Hauptmann-Realschule im alten Flugplatzgebäude ab. Ihr Konzept damals: drei parallel laufende Schulformen unter einem Dach (Haupt- und Realschule sowie Gymnasium) mit übergreifendem Unterricht in einzelnen Fächern und hoher Durchlässigkeit.

In den Folgejahren hatte die inzwischen zur Geschwister-Scholl-Gesamtschule getaufte Schule laut Wedrins immer wieder mit fehlender Lobby und viel Gegenwind zu kämpfen. Der Aufbau der Orientierungsstufe in Niedersachsen, neue Einzugsgebiete und „sinkendes Interesse“ führten die Schule Mitte der 1980-Jahre schließlich in ihre schwerste Krise. Sie hatte so wenige Schüler, dass ihre Auflösung drohte. Aufwind bekam sie wieder 1993, als sie eine eigene Oberstufe einrichten durfte. Seitdem stabilisierte sich die GSG wieder, seit 2010 verzeichnet sie laut Wedrins ein „immenses Wachstum“. Und seit vergangenem Jahr ist sie eine IGS – aufsteigend ab Klasse 5. us

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD:


GT: 29.09.2015

Fachgespräche zur Ausbildungsorientierung

Institut für Talententwicklung richtet die Schüler-Fachmesse Vocatium aus
Zielgerichtete Gespräche statt Laufkundschaft.Hinzmann
Von Michael Caspar

Göttingen. 28 Austeller waren auf der Fachmesse für Ausbildung und Studium Vocatium in Göttingen vertreten – mit einem besonderen Konzept: Nur nach vorheriger Anmeldung kam es zu einem Gespräch. Bis zu vier Termine konnten die Jugendlichen vereinbaren. 1100 Schüler nahmen das Angebot wahr.

„Im vergangenen Jahr habe ich beim Göttinger Berufsinformationstag (GöBit) mit einem Berufsberater der Bundeswehr gesprochen“, erzählt Lena Spreine von der Geschwister-Scholl-Schule. Im April absolvierte sie bei den Feldjägern des Holzmindener Pionierbataillons ein Schulpraktikum. „Diesmal habe ich wieder ein Gespräch bei der Bundeswehr vereinbart“, berichtet die Schülerin.

Auch für Sportjournalismus interessiert sich Spreine, die in der Weender Soccer Arena, dem Veranstaltungsort der Messe, schon mehrfach Fußball gespielt hat. Weil ihr bei der Vocatium in Göttingen niemand etwas zu diesem Thema erzählen kann, will sie nun mit ihrer Freundin Pia Schlossneck zur Vocatium nach Hannover fahren. Die Messe findet in 60 Städten Deutschlands statt. Schlossneck will mehr über den Beruf der Wirtschaftsingenieurin wissen.

„Wenn die Schüler konkrete Wünsche haben, geben wir ihnen frei“, sagt Lehrerin Barbara Braune, die den Gymnasialzweig der Geschwister-Scholl-Schule leitet. Bei den Vocatium-Fachmessen, die das Institut für Talententwicklung Mitte GmbH organisiert, seien die Ergebnisse gut. Fachvorträge etwas zu Bewerbungsmappen, Assessment-Centern oder zur Körpersprache ergänzten das schulische Angebot zur Berufsvorbereitung.

„Wir haben über die Vocatium-Messen schon eine Reihe Auszubildende gefunden“, sagt Laureen Jur, Personalentwicklerin des Straßenbauunternehmens Strabag in Hannover. Vielversprechenden Schülern, etwa zehn Prozent der Teilnehmer an Gesprächsterminen, füllt sie ein Empfehlungsschreiben aus. „Sie werden in jedem Fall zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen“, betont Jur.

„Wir freuen uns aber auch über Laufkundschaft“, stellt Frank Mauritz vom Hauptzollamt in Braunschweig klar. Viele Schüler würden den Zoll mit Grenzkontrollen verbinden. Seine Behörde kämpfe aber auch gegen die Schwarzarbeit und befasse sich mit Einzug von Verbrauchssteuern. Dustin Hauk, der Göttinger Vocatium-Projektleiter, will im nächsten Jahr mehr Haupt- und Realschüler zum Mitmachen gewinnen.

gturl.de/vocatium

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD:


GT: 23.07.2015

Schüler spenden 11.150 Euro

Sozialer Tag an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule mit viel Arbeit und Sponsorenlauf

Göttingen. 11.150 Euro haben die Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) bei verschiedenen Aktionen als Spende für soziale Projekte gesammelt. Im Mittelpunkt standen dabei ein „Sozialer Tag“ und ein Sponsorenlauf. Mit dem Geld wollen sie die Hilfsorganisation „Schüler Helfen Leben“ unterstützen.

Mit so einem Erfolg hatten die Schülervertretung als Organisator der Spendenaktion und die Schulleitung nicht gerechnet. Die Bereitschaft, zu helfen und das großartige Ergebnis seien auch im Sinn der Geschwister Scholl als Namensgeber der Schule, heißt es in einer Mitteilung.

Anfang der Woche hatten etwa 500 GSG-Schüler verschiedene selbst gesuchte Jobs angenommen und den ganzen Tag lang gearbeitet. Zuvor hatten sie einen Lohn ausgehandelt, den sie anschließend in den Spendentopf gaben. Ihre Einsätze reichten von Arbeiten in Apotheken, Bäckereien und Seniorenzentren bis zu Jobs im Supermarkt und in einer Autowerkstatt. Wer keine Arbeit für einen Tag gefunden hatte, war im Umfeld der Schule unterwegs, um Müll zu sammeln.

Die Schüler aus den 5. und 6. Klassen organisierten zugleich einen Sponsorenlauf: Für jede gelaufene Runde hatten sie mit Eltern, anderen Verwandten und sonstigen Unterstützern einen Geldbetrag als Belohnung ausgehandelt und waren unermüdlich für die gute Sache gerannt. Um den Betrag noch weiter aufzustocken, will der Kurs „Darstellendes Spiel“ die Einnahmen aus seiner Woyzeck-Aufführung im September ebenfalls spenden. Am sozialen Tag probte das Team noch.

Das gesammelte Geld soll nach einer Entscheidung der Schülervertretung an die Initiative „Schüler Helfen Leben“ gehen. Ihre Jugend- und Bildungsprojekte helfen vor allem Kindern und Jugendlichen in Südosteuropa und syrischen Flüchtlingskindern in Jordanien. us

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD:


GT: 17.07.2015

„Es war ein Abenteuer“

Sparkasse & VGH-Cup: Geschwister-Scholl-Gesamtschüler interviewen Fußballstars

Von Eduard Warda


Göttingen. Der Sparkasse & VGH-Cup, das internationale Hallenfußballturnier für A-Junioren in der Lokhalle, sorgt für eine praxisnahe Ausbildung: Gerrit Nothnick, Leon Deibert und Deniz Sengül, bisher Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Göttingen (GSG), verstärken seit zwei Jahren das Medienteam des Cup-Veranstalters Fest GmbH und gewinnen dadurch Einblicke in journalistische Abläufe. Das bestandene Abitur der drei haben jetzt die Schule und der Cup-Ausrichter zum Anlass genommen, um auf die zweijährige Kooperation, die fortgesetzt und ausgebaut werden soll, zurückzublicken.

Zwar will keiner der drei Schüler später einmal Journalist werden. Aber von Arbeitswelt und Management-Alltag konnten sie sich in den bisherigen zwei Jahren durchaus ein Bild machen. „Der Zeitdruck und der psychische Druck ist schon enorm“, berichtete der 20-jährige Deibert. Als Fußballfans wähnten sich die Schüler auf er Sonnenseite des Lebens, als sie erfuhren, dass sie Video-Interviews mit Profis drehen sollten. Dabei hatten sie unter anderem Jan Rosenthal, Mike Hanke und Trainer Mirko Slomka am Mikrofon. „Es war ein Abenteuer“, sagte Nothnick.

„Das Projekt hat das eigenständige Arbeiten gefördert, und die Schule konnte ein ehrenamtlich organisiertes Turnier mit internationaler Strahlkraft unterstützen, das das Profil Göttingens als sportfreundliche Stadt unterstreicht“, sagte Schulleiter Tom Wedrins. Wie auch Oberstufenleiterin Barbara Braune hob Wedrins den großen Praxisbezug hervor. Oliver Aha, Fachbereichsleiter Sport, wies darauf hin, dass insbesondere in neuen Berufsfeldern des Sports ein Netzwerk und Praktika wertvoll sind.


Den Live-Ticker bedienen, für das Hallenmagazin Porträts der Teilnehmer schreiben, Videos schneiden – das alles gehörte zum Tätigkeitsfeld der Schüler. Die angehenden Studenten werden ihre Arbeit beim Cup als Nebenjob fortführen und zugleich die nächste Generation von GSG-Praktikanten einarbeiten. Es wartet jede Menge Arbeit. So soll das Livestreaming des Turniers auf drei Tage ausgeweitet und ein regelrechtes Turnier-TV auf die Beine gestellt werden, wie Fest-Geschäftsführer Lutz Renneberg betonte. Als Gegenleistung werden bei Bedarf über Cup-Sponsoren Betriebspraktika vermittelt, aber auch das Zeugnis bringt die GSG-Schüler schon weiter. Und schließlich gibt es noch einen schulischen Nutzen: „Es war eine direkte Rückwirkung auf die Deutsch-Noten zu beobachten“, berichtete Braune.

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD:


GT: 08.07.2015

72 Teams beim Göttinger Solarcup

40 Meter mit Wende und Sonnenenergie auf dem Schulhof der Geschwister-Scholl-Schule

VON ULRICH SCHUBERT

 

Göttingen. 72 Teams aus neun Schulen sind beim 9. Göttinger Solarcup mit selbst gebauten Rennwagen gegeneinander an­getreten. In zwei Kategorien konnten sie ihr Tüfteltalent be­weisen. Erstmals waren auch Viertklässler dabei.

Spezialreifen aus alten CDs, Leichtbau-Karosserien aus Holz oder Styropor und dünn­flüssiges Öl für den Motor: Die Wagen sind bis ins kleinste De­tail getunt, die Rennbahnen sind mit Servicestation, Start-und Zielmarke und Lautspre­chern aufgebaut wie bei den Großen. Wenn die neun- bis 15-jährigen Piloten ihre Wagen in Position bringen, brüllen al­lerdings keine Kraftstoffmotoren auf. Die Mobile tanken Licht statt Benzin, und dann schnurren sie lautlos über die Piste - angetrieben von der Sonne.


Der Solarcup auf dem Schul­hof der Geschwister-Scholl-Gesamtschule wird immer be­liebter. Auch darum haben die Initiatoren ihn jetzt für Grund­schüler geöffnet. Wochenlang haben die Teilnehmer in der Schule ihre Fahrzeuge gebaut und getestet. 2003 hatte die Stiftung Niedersachsen-Metall erstmals den Cup initiiert, sie stellt auch die Grundbausätze mit E-Motor und Solarmodu­len zur Verfügung.


In Zwei Kategorien treten die Schüler an: In Gruppe A müssen die Fahrzeuge auf der Renn­bahn auf Führungsschienen zweimal eine Strecke von zehn Metern bewältigen und werden dabei von Hand umgesetzt. In der Gruppe B müssen sie auf ei­ner Strecke von 40 Metern auch einen Tunnel überwinden und mit einem eingebauten Um­schalter die Richtung wechseln. Die Rennen in Gruppe A (4. bis 8. Klasse) gewannen Jörn Au­risch und Linus Frey vom Otto-Harm-Gymnasium. Sieger in Gruppe B (9. bis 13. Klasse) wurden Gabriel Diaz Ruiz und Lena Barschner von der Carl-Friedrich- Gauß-Schule in Groß Schneen. Sie haben sich für den Bundeswettbewerb „Solarmo­bil Deutschland 2015" qualifi­ziert.


Bilder: gturl.de/solar

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD:


GT: 08.07.2015

Wann ist kurz zu kurz?

Schule im Schwarzwald verbietet ihren Schülerinnen Hotpants / Göttinger Schulen sehen das entspannter

Göttingen/Altheim. Das schriftliche Verbot von zu knapper Kleidung an einer Werkrealschule in Altheim im Schwarzwald geht derzeit durch die Medien. In einem Brief hat die Schulleitung die Eltern dazu aufgefordert, darauf zu achten, dass ihre Töchter keine Hotpants oder bauchfreien Shirts tragen. Nicht nur vor dem Hintergrund der derzeitigen Hitzewelle sorgt diese Anordnung deutschlandweit für Kritik.

Außerdem hat die Schule festgelegt, dass unangemessen bekleidete Mädchen ein übergroßes T-Shirt gestellt bekommen, das sie bis Schulschluss tragen müssen. Für Claus-Peter Siebert, Vorsitzender des Göttinger Stadtelternrats, geht das definitiv zu weit. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas in Göttingen ernsthaft Thema sein könnte. Es wird was Schule angeht schon so viel geregelt, das muss nicht auch noch geregelt werden.“ Für Siebert zähle allein der freie Wille der Schüler – sonst nichts.

Tom Wedrins, Schulleiter der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, ist der Ansicht, dass kurze Kleidung durchaus zum Problem werden kann. „Wenn Klassenleitungen an die Schüler appellieren, dann unterstützen wir das.“ Allerdings: „Ein generelles Verbot ist nicht rechtmäßig.“ Welches Kleidungsstück im Zweifelsfall zu freizügig ist, sei daher immer im Einzelfall zu entscheiden. „Wer sagt schon, was genau angemessen ist?“

Der kommissarischer Schulleiter der Berufsbildenden Schulen in der Godehardstraße (BBSII), Guido Ahlborn, sieht die Sache ganz entspannt. An seiner Schule hätte es weder von Schüler- noch von Lehrer-Seite Beschwerden wegen zu kurzer Hosen oder zu viel nackter Haut gegeben. Die Schülerinnen dürften tragen was sie wollen, er sehe auch keinen Grund, dies zu ändern. Von einem Verbot hält er überhaupt nichts. Die Lehrer an der BBS wüssten um ihren Lehrauftrag, und der hätte nichts mit einer Kleiderordnung zu tun.

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD


GT: 03.07.2015

Ekelessen für die Lehrer
Abi-Scherze blockieren mit viel Spaß Unterricht – und Lehrer machen mit  

Göttingen. TV-Spaß an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG): Mit Wettkochen, „Wetten, dass!, „Wer wird Millionär“ und ähnlichen Spielshow-Formaten haben die Abiturienten der GSG am Donnerstag ihre Scherzparty für Mitschüler und Lehrer gefeiert – und mit ihnen.

Natürlich hatten die Spiele mit Lehrerteams gegen Schülergruppe eine besondere Note, ob beim Kollegenraten mit verbundenen Augen und guter Spürnase anhand ihrer Schuhe oder bei einem frisch zubereitete Menü mit (erträglichem) Ekel- statt Genussfaktor. Auch in vielen anderen Gesamtschulen und Gymnasien in der Region gibt es in dieser Woche unmittelbar vor der feierlichen Zeugnisübergabe solche Abi-Scherze während der Unterrichtszeit. Sie sind in Südniedersachsen ebenso Tradition, wie Motto-Tage gleich nach den letzten normalen Unterrichtsstunden vor den Abiprüfungen, Abi-Partys in großen Diskotheken und der große Abschlussball. us

Bilder; gturl.de/gsg

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD


GT 20.06.2015

Frühe Ausbildungsplatzgarantie
Neue Ausbildungsplatz-Offensive soll Betriebe und Schüler besser zusammenbringen
von sven Grünewald

Göttingen. Jugendliche für das Handwerk zu begeistern und zu zeigen, wie vielfältig und anspruchsvoll Ausbildungsberufe heute sind, ist das zentrale Anliegen der neuen Imagekampagne „Handwerk37“, die von der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen (KHS) Mitte Juni gestartet wurde.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Kampagne ist dabei das Projekt „Gaus“ – Garantie für Ausbildung Südniedersachsen. Mit jugendlichen Schülern werden dazu ab dem kommenden Schuljahr 2015/16 Verträge geschlossen, die ihnen einen festen Ausbildungsplatz garantieren, wenn sie bestimmte Ziele in der Schule erreichen.

Abgeschaut hat man sich die Idee bei der Kreishandwerkerschaft Bonn-Rhein-Sieg, die allerdings nur mit einer Schule kooperiert – die Göttinger haben sich von Anfang an breit aufgestellt und acht Schulen ins Boots geholt: vier aus Göttingen, zwei aus Hann. Münden, eine Dransfelder und eine Friedländer Schule. Man konzentriert sich dabei auf Haupt- und Realschüler.

„Es gibt drei Gründe, warum wir dieses Projekt ins Leben gerufen haben“, sagt Christian Frölich, Kreishandwerksmeister der KHS. „Wir wollen damit einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in unseren Betrieben leisten, das Image des Handwerks bei der Jugend sowie die Ausbildungsreife verbessern.“ Die festgestellten Mängel der Schulabgänger und Bewerber sind nicht neu: Defizite in der Rechtschreibung, in mathematischen Grundlagen und im Sozialverhalten.

Entsprechend sehen auch die Ziele aus, die mit den Schülern vereinbart werden: Der Hauptschulabschluss muss mit durchschnittlichen Noten abgeschlossen werden, vor allem in den genannten Fächern, bestimmte vorbereitende Praktika sind in den Klassen acht und neun zu absolvieren, der Schüler darf keine unentschuldigten Fehltage haben – „Hier kommen die Eltern mit ins Spiel“, betont Frölich – und er muss einen auf ihn abgestimmten Förderunterricht durchlaufen, um seine schulischen Defizite aufzufangen. Im Gegenzug hat der Schüler bereits zwei Jahre vor Schulabschluss eine Ausbildungsplatzzusage für ein ihn interessierendes Handwerk in der Tasche und damit ein Ziel, auf das er hinarbeiten kann.

Das war auch ein Grund, warum die Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Göttingen sich an Gaus beteiligt. „Das Projekt ist für uns ein weiterer Baustein, um Schülern durch eine solche Garantie eine Motivation zu geben, die Schule abzuschließen und gleich in eine Ausbildung einzusteigen“, sagt Heike Anhalt-Brüggemann, die an der Gesamtschule das Projekt betreut.

Durch die enge und lange Verzahnung über Praktika lässt sich auch die Bindung und Eignung von zukünftigem Auszubildenden sowie dem späteren Betrieb füreinander deutlich besser gewährleisten als lediglich über ein kurzes Vorstellungsgespräch. Wie groß der Handlungsdruck in den Betrieben ist, zeigt sich an der Nachfrage. Eine erste Abfrage der KHS ergab bei den Betrieben bereits über 160 Ausbildungsplatzzusagen aus allen Gewerken für den Pool, aus dem die Ausbildungsplatzgarantieren kommen. Frölich ist allerdings bescheiden: „Wenn wir im ersten Absolventenjahrgang 50 oder 60 Ausbildungsplätze über das Projekt besetzen könnten, wäre ich froh.“

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD


GT 17.06.2015

GSG feiert 40 Jahre mit 40 Aktionen

Göttingen. Unter dem Motto „Vielfalt feiern! 40 Jahre GSG“ bereitet die Geschwister-Scholl-Gesamtschule einen Festmarathon vor, der sich nach Angaben der Schule über das ganze nächste Schuljahr ziehen wird. 1975 wurde die damalige kooperative Gesamtschule in der Göttinger Weststadt gegründet, vorbereitet von eine Planungsgruppe. Jetzt gebe es wieder eine Planungsgruppe, erklärten die Mitglieder: mehrere Kollegen, die schon seit Wochen Veranstaltungen für das 40. Jahr vorbereiten. Und dabei spiele immer wieder die Zahl 40 eine große Rolle.

Starten wollen die GSGler mit Projekttagen gleich nach Schuljahresbeginn im September. Im Oktober werde es einen Festakt geben, „der ganz anders sein wird als viele ähnliche Festveranstaltungen“, versprechen die Akteure: mit satirisch-spaßiger Moderation und „kreativen Fenstern“, in denen sich viele Schulgruppen einbringen. Zu den größeren Veranstaltungen über das Jahr verteilt gehörten auch ein Fest für 40 Mitarbeiter von den Hausmeistern und Reinigungskräften bis zu den Sozialarbeitern. Geplant seien außerdem ein festlicher Elternabend, an dem die Eltern bekocht und verwöhnt werden sollen, eine große Musical-Produktion und ein Open-Air-Konzert für den Stadtteil. Historisch solle es dann in einem Erzählcafé werden, mit Ehemaligen und ihrem Rückblick auf 40 Jahre GSG.us

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD


GT 13.06.2015

„Be Smart – Don‘t Start“
Preis für Geschwister-Scholl-Schüler

Göttingen. Beim 15. Durchgang des Wettbewerbs „Be Smart – Don‘t Start“ in Niedersachsen hat die Klasse 7.3 der Geschwister-Scholl-Gesamtschule einen Preis für ihren Kreativbeitrag zum Thema Nichtrauchen erhalten. Die Schüler der Göttinger Schule hatten einen Projekttag und eine Jahrgangsversammlung veranstaltet.

Anlässlich des Wettbewerbs verpflichteten sie sich nicht nur dazu, ein halbes Jahr lang nicht zu rauchen, sondern entwickelten auch ein Rollenspiel, schrieben einen Song, bauten ein Modell einer Zigarette mit allen Inhaltsstoffen und informierten sich und ihre Mitschüler über die Gefahren des Rauchens. Als eine von 19 Klassen wurden die Schüler der Göttinger Schule am Mittwoch in Hannover ausgezeichnet.

In Deutschland nahmen am diesjährigen Durchgang des Wettbewerbs 7560 Schulklassen der Jahrgangsstufe fünf bis neun teil. Darunter waren 511 Klassen aus Niedersachsen. Im selben Zeitraum wird die „Smokefree Class Competition“, wie der Wettbewerb international bezeichnet wird, in 17 europäischen Ländern ausgetragen.adb

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD


GT 19.05.2015

Raumnot an Gesamtschulen durch Quereinsteiger

Viele Anmeldungen für Oberstufe mit Abi-Jahrgängen / Kurse ziehen in Container und Nachbarschule

VON ULRICH SCHUBERT

 

Göttingen. Der Run auf die Oberstufen der Geschwister-Scholl- (GSG) und Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule (IGS Geismar) ist so groß, dass ihre Räume nicht mehr ausrei­chen. Auf dem Schulhof der GSG lässt die Göttinger Stadtverwal­tung zum nächsten Schuljahr ei­nen mobilen Container mit zwei Kursräumen aufstellen. Und die IGS Geismar wird künftig mehrere Klassenräume in der be­nachbarten Martin-Luther-King-Schule nutzen. Ursache der stei­genden Schülerzahlen ab Klasse Elf: Neben den Schülern aus der eigenen Mittelstufe wollen auch immer mehr Quereinsteiger von Realschulen, Gymnasien und an­deren weiterführenden Schulen im Raum Göttingen ihr Abitur an den beiden Gesamtschulen machen. Dazu kommen auch die ersten Abgänger der noch jungen Integrierten Gesamtschule Bovenden mit erweitertem Realschulabschluss, die keine eigene Oberstufe mil Abi-Jahrgängen hat.

Seit Jahren steige die Zahl der Oberstufenschüler an der GSG immer weiter an, bestätigte die Stufenleiterin Barbara Braune. Das dritte Mal in Folge sei der elfte Jahrgang ab Sommer sechs­zügig. Davor habe es rechnerisch immer nur fünf Klassen mit 26 Schülern gegeben. Inzwischen würden etwa 120 eigene Schüler nach Klasse Zehn das Abitur an­streben - „Tendenz steigend". Hinzu kämen etwa 30 neue Schü­ler von außen. Angefragt hätten mehr als 60 und damit doppelt so viele wie in früheren Jahren. Etwa die Hälfte aber hätten abge­wiesen werden müssen, weil es nicht genug Platz gibt - auch mit dem neuen Container.

Ähnlich ist es an der IGS Geis­mar. Ihr neuer 11. Jahrgang wer­de voraussichtlich acht- oder neunzügig sein, sagte Schulleiter Wolfgang Vogelsaenger. Bisher waren es sechs Klassen. Schon lange würden etwa 70 Prozent der eigenen Schüler nach der 10. Klasse weitermachen, um das Abitur zu bestehen. Und das al­lein seien schon rund 120 Schü­ler. Von außen kämen noch etwa 70 dazu - ohne die Abgewiese­nen. Die Quereinsteiger kämen auch von der Volkshochschule, der IGS Bodenfelde, KGS Gieboldehausen und Oberschule Groß Schneen.

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD


GT 27.04.2015

Wie die Göttinger Schullandschaft reformiert wurde

Jahrzehnte Stillstand und zähe Verhandlungen / Hommage an SPD-Schulpolitiker Hellmut Roemer

Göttingen. Mit Referaten und einer Diskussion zur „Schulpolitik und Schulreform in Göttingen“ haben die Göttinger Sozialdemokraten die politische und berufliche Arbeit des früheren Kommunalpolitikers und SPD-Politikers Hellmut Roemer gewürdigt: eine Tagung als Hommage an einen engagierten Schulpolitiker, der auch in seinem letzten Jahren als Leiter des Hainberg Gymnasiums „nie der geschwätzige Alte war“, sagte der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Christoph Lehmann. „Du bist jemand, dem wir immer gerne zugehört haben“, bescheinigte er dem heute 90-jährigen in den Zuschauerreihen.

Dass die Schulpolitik in Niedersachsen nach ersten Reformen um 1919 Jahrzehnte
pädagogisch und politisch eher festgefahren und weit entfernt von jedem Reformwillen war, erfuhren die etwa 50 Tagungsgäste vom Göttinger SPD-Urgestein Klaus Wettig. Viele Jahre „herrschte Stillstand“. Erst der sozialdemokratische Kultusminister Peter von Oertzen ebnete ab 1970 den Weg für erste „spektakuläre“ Reformschritte: die Aufhebung des getrenntem Unterrichts für Jungen und Mädchen.

Auch dafür habe sich Römer intensiv eingesetzt, ergänzte die damalige SPD-Landtagsabgeordnete Inge Wettig-Danielmeier in ihren Vortrag über das Schulgesetz von 1974, an zum Beispiel die inzwischen wieder abgeschaffte Orientierungsstufe stand, die zehnjährige Schulpflicht und Entscheidungen, die vor allem das Schulangebot in ländlichen Gebieten deutlich verbesserte.

Aber es war eine zäh zwischen CDU, SPD und FDP - als damalige Reformpartei auf SPD-Seite - errungenes Schulgesetz, das auch Gesamtschulen ermöglichte: integrierte als echte Reformschule aus der SPD-Feder und kooperative als Kompromiss-Gesamtschulen als CDU-Modell. In Göttingen sollte es beide geben. „Und wir hatten es überraschend leicht, uns zu entwickeln“, berichtete der langjährige Leiter der IGS in Geismar, Peter Brammer – mit viel Freiraum und Zugeständnisse.“ Schwerer habe es die Planungsgruppe der damaligen KGS gehabt, die sich bis heute selbst immer wieder reformiert habe und „reformieren musste, um zu überleben“, ergänzte der jetzige Leiter der Geschwister-Scholl-Schule, Tom Wedrins.

us


GT 09.04.2015

Marcel Wüst startet in Göttingen

Tour d'Energie: Früherer Weltklasse-Sprinter fährt für Gieboldehäuser Benotti-Team / Mehr als 3500 Meldungen

VON RUPERT FABIG

Göttingen. Er hat zwölf Etappen bei der Vuelta a Espafia gewon­nen, eine beim Giro d'Italia so­wie eine bei der Tour de France. Und am 26. April startet er bei der Tour d'Energie in Göttin­gen. Marcel Wüst verleiht dem Jedermann-Radrennen bei der elften Auflage einen bislang ungekannten Glanz. Der 47-jähri­ge, der von 1989 bis 2000 als Profi Rennkilometer sammelte, ist Botschafter des Fahrrad-Fachgeschäfts Benotti aus Gieboldehausen und tritt in Göttingen für die Eichsfelder an. Sollte das Ren­nen durch ei­nen Massensprint ent­schieden wer den, lässt sich getrost ein kleinesSümmchen auf einen Sieg des einstigen Weltklasse-Sprinters aus Köln setzen. Die ausrichtende Göttinger Sport-und Freizeit GmbH (GoeSF) ist nach Aussage von Projektmitar­beiter Jonas Stechmann „sehr gespannt" auf den Auftritt von Wüst und glücklich über dessen Teilnahme.

Aber nicht nur damit ist die GoeSF sehr zufrieden: Bislang sind knapp 3550 Fahrer gemel det. „Bis zum Meldeschluss rechne ich noch mit 50 bis 100 Kurzentschlossenen, so dass fast 3700 Anmeldungen vorliegen", sagt Stechmann. Mit dieser An­zahl sei die Tour bei der aktuel­len Streckenführung allerdings auch ausgelastet. „Viel mehr geht nicht, weil die Strecke irgend­wann zu voll ist. Uns ist aber wichtig, das hohe Qualitätsni­veau zu halten", so Stechmann. Ob der Teilnehmerrekord von 3068 Radsportlern aus dem Vorjahr tatsächlich geknackt wird, kann Stechmann jedoch noch nicht prognostizieren: „Es ist immer sehr wetterabhängig, wie viele Athleten am Renntag an­treten. Das böse R-Wort (Anm. d. Red.: Regen) ist bei uns deshalb verboten." Ein Wettertrend ist drei Wochen im Voraus noch nicht auszumachen.


An der Streckenführung hat sich sowohl über 46 als auch über 100 Kilometer wie bei den vergangenen Auflagen nichts geändert. Start ist an der Spar­kassen-Arena, das Grüppchen, aus dem der Gewinner stammt, bildet sich traditionell beim An­stieg auf den Hohen Hagen, und um den Sieg wird vor dem Ziel­strich auf der Bürgerstraße gesprintet. Derzeit fahren Mitar­beiter der GoeSF die komplette Strecke mehrfach ab, um zu prü­fen, ob Straßenschäden oder Hindernisse, die die Fahrer ge­fährden, vorliegen. „Sollten sich Makel finden, werden diese na­türlich rechtzeitig ausgebessert", informiert Stechmann.

Bis zu 150 ehrenamtliche Hel­fer sind nötig, um den enormen Organisationsaufwand vor und am Renntag zu bewältigen. Da­bei profitiert die GoeSF von der Kooperation mit dem Radsportverein Bicikletten und dem Tu-spo Weende. Zusätzlich packen Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule mit an. „Der Sport-Leistungskurs erhält da­durch die Möglichkeit, hinter die Kulissen eines solchen Groß­events zu schauen", erklärt Stechmann, der ein „buntes Fa­milienprogramm" für den Ziel­bereich ankündigt.

tourdenergie.de

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD


GT 03.03.2015

Vortrag über Höhenbergsteigen

Göttingen.

Allx von Meile und Luis Stitzinger gehören zu den aktivsten deutschen Expediti­onsbergsteigerpaaren. An neun Achttausendern waren sie ge­meinsam unterwegs. Nun kom­men sie nach Göttingen und be­streiten den letzten Vortrag der Saison beim Deutschen Alpen­verein (DAV). Über die Leiden­schaft Höhenbergsteigen spre­chen sie am Freitag, 6. März, um 20 Uhr im Blauen Turm (ZHG 101) der Universität Göttingen. Dabei sind auf Einladung des DAV jeweils 20 Kletterschüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums und der Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Der Vor­verkauf läuft in der DAV-Geschäftsstelle, Kurze Straße 16, und bei Jack Wolfskin, Lange Geismarstraße 41.
enz

Hier die komplette Seite des GT als DOWNLOAD