Weimarfahrt des 12. Jahrgangs

Wie jedes Jahr beschloss der 12. Jahrgang der Geschwister-Scholl-Gesamtschule gemeinsam die Reise nach Weimar anzutreten, um Einblicke in die atemberaubende Stadt zu bekommen. Weimar ist eine Kleinstadt im Herzen Thüringens und bietet viele Sehenswürdigkeiten, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Die Stadt Weimar ist bekannt, wie man bereits vom Namen ableiten kann, für die Weimarer Klassik. Zwei sehr bekannte und bedeutsame Dichter haben dort teilweise ihre Leben verbracht: Goethe und Schiller, die dort durch eine Denkmalstatue verewigt wurden. In Goethes Wohnhaus befindet sich heute das Goethe-Nationalmuseum aber später dazu mehr. Das Schillermuseum befindet sich neben dem Schiller Wohnhaus, welches wir auch besichtigt haben.

Alle Deutschkurse fuhren mit nach Weimar, zwei Kurse traten die Reise bereits am Montag, den 16.12.2019 um 16 Uhr an. Die restlichen drei Kurse starteten am darauffolgenden Tag. Während die Hälfte des Jahrgangs in der Jugendherberge untergebracht war, hat die andere Hälfte, resultierend aus einem Platzmangel in der Jugendherberge, in dem Leonardo Hotel verbracht????. Die Fahrt nach Weimar verlief ohne Komplikationen, da wir mit dem Zug fuhren und mal keine Verspätung hatten. In Weimar angekommen, waren alle glücklich und wollten unverzüglich ins Hotel, um sich von der anstrengenden Fahrt auszuruhen. Leider hatten unsere Lehrer etwas andere Pläne und so ging es vom Bahnhof direkt in das Schillermuseum. Als wir dort ankamen, konnten wir unsere Taschen zum Glück in Schließfächern verstauen. Wir bekamen Hörer in die Handgedrückt, auf denen wir Nummern eingeben konnte, um Audiodateien abzurufen. Nach einer guten Stunde war der Rundgang beendet und wir fühlten uns umfangreich über das Leben von Friedrich Schiller informiert.

Anschließend erhielten wir eine wohlverdiente Pause und hatten eine Stunde Freizeit für uns. In Gruppen gingen wir über den Weihnachtsmarkt und schauten uns um. Viele stärkten sich durch Pommes und oder Bratwürste. Als Nachtisch gab es mit Schokolade überzogene Früchte und frisch gebrannte Mandeln.

Gestärkt ging es dann zum Goethe Museum, welches nicht weit vom Weihnachtsmarkt entfernt ist. Wir bekamen auch dort diese Geräte und konnten ebenso Audiodateien abrufen. Stets gefolgt von den Sicherheitsmännern und Sicherheitsfrauen machten wir unsere Tour durch das Wohnhaus, welches einen expliziten Einblick in das Leben des damaligen Besitzers gab. Das Haus ist im Barockstil eingerichtet und hat eine eindrucksvolle Bauart. Goethe sagte zu Lebzeiten, dass er seine Treppe so haben wollte, sodass der Gast beim Besteigen dieser Spaß haben sollte. Nach einer guten Stunde beschlossen wir uns eine Dokumentation über das Haus in einem Extraraum anzuschauen.

Danach gingen wir endlich in das Hotel und hatten drei Stunden Zeit bis wir uns zum Essen beim Italiener trafen. Einige nutzten die Zeit zum Chillen, andere machten sich auf, um den Pool zu genießen.

Angekommen beim Italiener warteten schon alle hungrig auf ihr Essen, Der gesamte Jahrgang war dort und so konnten sich alle miteinander austauschen und mit ihren Freunden reden. Das Essen war sehr lecker und hat alle halbwegs gesättigt. Danach hatten wir noch zwei Stunden Freizeit bis 22.30 Uhr, denn dann mussten wir alle im Hotel sein, um noch Zeit miteinander im Hotel zu verbringen

 

Am nächsten Morgen wartete auf uns unten im Hotel ein leckeres Buffet mit großer Auswahl. Nachdem wir in Ruhe zu Ende gefrühstückt hatten, gingen wir zurück auf unsere Zimmer, um unsere Sachen zu packen und uns bereit für den Ausflug ins KZ Buchenwald zu machen. Da sich die Bushaltestelle direkt vor dem Hotel befindet, war die Fahrt mit dem Bus sehr unkompliziert und mit 30-45 Minuten Fahrtdauer auch gut erträglich. Am KZ angekommen hatten wir die Möglichkeit uns das Gelände in Ruhe anzusehen. Durch die besonders schreckliche Geschichte des Ortes, da neben Juden auch zur Zeit des Nationalsozialismus vielerlei andere Minderheiten (Homosexuelle, Wohnungslose, Zeugen Jehovas und Vorbestrafte) in Buchenwald interniert wurden, ist Buchenwald ein deutliches Mahnmal für die Gräueltaten des NS-Regime. Aber auch der Fakt der anschließenden Benutzung durch die Sowjetunion zur DDR-Zeit macht Buchenwald zu einem geschichtlich besonders interessanten und schrecklichen Ort, der ein beschwerendes Gefühl hinterlässt. Nach Buchenwald machten wir uns auf den Weg zu unserer letzten Station des Weimartrips. Der Besuch in der Anna Amalia Bibliothek war nicht besonders lang, dafür aber sehr eindrucksvoll. In einem kuppelförmigen Raum, der von oben bis unten durch Gold verziert ist und mit kunstvollen Schnitzereien versehen ist, befanden sich originale Bücher der größten Denker des 18. und 19. Jahrhunderts. Zudem nutzten wir diese Kulisse, um Fotos zu machen. Danach bekamen wir noch die Gelegenheit, um uns etwas auf dem Weihnachtsmarkt zu kaufen. Später trafen wir uns wieder und gingen zusammen zu Bahnhof.

Insgesamt war die Fahrt eine tolle Erfahrung. Nicht nur dass wir die Beziehungen untereinander stärken konnten, sondern auch die gemeinsame Zeit mit den Lehrkräften gab den Kursen einen starken Zusammenhalt und schaffte eine Wohlfühlatmosphäre. Außerdem stellten sich die, wie zuerst erwartet, langweiligen Ausflugsziele doch als interessante Erfahrungen für diejenigen heraus, die sich darauf einließen. Aus diesem Grund kann ich jedem ohne Bedenken die Fahrt nach Weimar ans Herz legen.