Konzept

Aufnahme

Beim Aufnahmegespräch und in den ersten Stunden in der Sprachlernklasse werden die deutschen Sprachkenntnisse festgestellt. Nach der Eingewöhnungszeit werden die Schülerinnen und Schüler einer geeigneten Stammklasse zugeordnet. Die Zuordnung erfolgt möglichst in dem Schuljahrgang, der ihrem Alter und bisherigen Schulbesuch entspricht (siehe auch Basic Structure). Diese Zuordnung erfolgt nach pädagogischen und fachlichen Gesichtspunkten und in Absprache mit den betroffenen Klassenlehrkräften. Mit Hilfe eines Patenschafts-Modells soll die Anbindung der Sprachlernenden an die anderen Schülerinnen und Schüler von Anfang an gefördert werden. Am Unterricht der Sprachlernklasse nehmen die Schülerinnen und Schüler bis zum Erreichen des A2-Niveaus teil (in der Regel ein Jahr und in begründeten Ausnahmefällen zwei Jahre).  

Unterricht in der WILLKOMMENsklasse

Fachinhalte

Die Schülerinnen und Schüler erhalten vor allem Unterricht zur deutschen Sprache. Zur Vorbereitung auf den anschließenden Regelunterricht werden den Schülerinnen und Schülern auch Grundlagen in Gesellschaftslehre und Methoden der Naturwissenschaften vermittelt. Landeskundliche und interkulturelle Aspekte sowie die Vermittlung der westlich demokratischen Wertekultur bilden den kontinuierlichen Rahmen des Unterrichts. Auch das Besuchen außerschulischer Lernorte (z. B. Marktbesuch oder Untersuchungen im Levin-Park) ist im Konzept verankert.

Lernen

Zur Zeit wird das Lehrwerk Team Deutsch verwendet und durch zahlreiche weitere Unterrichtsmaterialien ergänzt. Je nach Gruppenstärke (maximal 16 Schülerinnen und Schüler) findet der Unterricht in kleineren Gruppen und mit zwei Lehrkräften statt. In der Klasse wird jahrgangsübergreifend unterrichtet, wobei aus organisatorischen Gründen die Klasse vorwiegend für Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren offen steht. Ein Teil der Lernzeit ist als Freies Lernen organisiert. Die Schülerinnen und Schüler können so von ihrem individuellen Lernstand ausgehend in ihrem eigenen Tempo arbeiten und ihre Kompetenzen erweitern, wobei sie von den Lehrkräften intensiv begleitet werden.

Lernbegleitung und Leistungsmessung

Der individuelle Lernfortschritt wird durch regelmäßige Lernstandskontrollen erhoben, die bewertet, aber nicht benotet werden. Die Dokumentation des Lernzuwachses erfolgt in halbjährlichen Lernentwicklungsberichten. Zusätzlich legen die Schülerinnen und Schüler ein Lernportfolio an, wodurch die Lernautonomie gefördert wird. Diese Maßnahmen erleichtern den Übergang in Regelklassen oder eventuell in eine andere Schule. 

Einbindung in die Stammklasse

Zu Beginn nehmen die Schülerinnen und Schüler möglichst am Unterricht in den praktischen und musisch-künstlerischen Fächern in der Stammklasse teil. Aufgrund der Bedeutung der englischen Sprache erhalten alle Schülerinnen und Schüler auch Englischunterricht in den Regelklassen und lernen, wenn möglich, auch eine zweite Fremdsprache (Französisch, Latein oder Spanisch). In diesen Fächern nehmen die Schülerinnen und Schüler auch an den Leistungsmessungen teil. Am Ende jedes Halbjahres wird für die SuS ein Lernentwicklungsbericht und je nach Klassenstufe ein Zeugnis aus der Stammklasse erstellt. Es werden diejenigen Fächer benotet, an denen sie teilgenommen haben. 
Die Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler wird im Sinne der durchgängigen Sprachbildung nicht nur im Deutschunterricht erweitert, sondern als Aufgabe jeden Unterrichts verstanden.

Glossar (Auszug)

·        Allgemeine Hochschulreife: General higher education entrance qualification. Entitles holder to admission to all subjects at all higher education institutions and is usually obtained at upper -->Gymnasium level (--> gymnasiale Oberstufe) by passing the Abitur examination.

·        Gymnasiale Oberstufe: The upper level of the --> Gymnasium, which can however be established at other types of school. It comprises grades 11-13 or 10-12; depending on the Land at the type of school. Course of general education concluded by the Abitur examination, which leads to the general higher education entrance qualification (--> Allgemeine Hochschulreife).

·        Gymnasium: Type of school covering both lower and upper secondary level (grades 5-13 or 5-12) and providing an in-depth general education aimed at the general higher education entrance qualification.

·        Hauptschule: Type of school at lower secondary level providing a basic general education. Compulsory school, unless pupil is attending a different type of secondary school, usually comprising grades 5-9.

·        Mittlerer Schulabschluss: General education school leaving certificate obtained on completion of grade 10 at --> Realschulen or, under certain circumstances, at other lower secondary level school types. It can also be obtained at a later stage during vocational training at upper secondary level. In some Länder called Realschulabschluss.

·        Realschule: Type of school at lower secondary level, usually comprising grades 5-10. Provides pupils with a more extensive general education and the opportunity to go on to courses of education at upper secondary level that lead to vocational or higher education entrance qualifications.

·        Integrierte Gesamtschule: Schools with several courses of education. This type of school bring the courses of education of --> Förderschule, --> Hauptschule, --> Realschule --> and Gymnasium under one educational and organizational umbrella.

·        Förderschule: Special school - school establishment for pupils whose development cannot be adequately assisted at mainstream schools on account of disability. Also known as Sonderschule, Förderzentrum or Schule für Behinderte.

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