Rekordansturm auf Göttinger Gesamtschulen
Doppelt so viele Bewerber wie Plätze / Entspannung an Gymnasien / Nur Wenige abgewiesen
Göttingen (us). Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule (KGS) ist zurzeit die beliebteste weiterführend Schule in Göttingen. Für das kommende Schuljahr haben sich dort 352 abgehende Grundschüler angemeldet – erstmals mehr als an der Georg-Christoph-Lichtenberg- Gesamtschule (IGS) und 180 mehr als aufgenommen werden können.
Entspannt hat sich hingegen der Kampf um Plätze an den Göttinger Gymnasien. Es gibt nur wenig Ablehnungen und das Felix-Klein-Gymnasium (FKG) hat seinen Spitzenplatz verloren.
Die Beliebtheit der Gesamtschulen sei auch durch die Pisastudien ungebrochen, bestätigen die Schulen auf Anfrage. Auch die IGS musste ein Großteil der Bewerber abweisen: bei 329 Anmeldungen auf 174 freie Plätze. Trotz der hohen Quote warnt KGS-Leiterin Marion Jüttner-Hötker davor, in Göttingen eine dritte Gesamtschule einzurichten. Damit würde die Optimalverteilung von Haupt- und Realschülern sowie Gymnasiasten gefährdet, eine Oberstufe nicht mehr ausreichend belegt.
An den Gymnasien hatte es im Vorjahr heftige Auseinandersetzungen zwischen Schulen und Eltern gegeben, weil viele Kinder nicht an ihrer Wunschschule aufgenommen wurden. Hintergrund waren die Auflösung der Orientierungsstufe und zusätzlichen Anmeldungen für den sechsten Jahrgang.

