Im Pulk verschwunden: „Peer, I love you“

Schon vor der Auslosung für den Nokia-debitel-Cup in der Göttinger Geschwister-Scholl-Gesamtschule kletterten Mädchen und auch ein paar Jungen aufs Podium, um ein Autogramm von Peer Kusmagk zu ergattern.

Coole Jungs, glückliche Mädchen: Peer Kusmagk ist ihnen nahe Foto: BB
Auf ausgerissenem Karopapier ließen sie den Moderator und Schauspieler unterschreiben. Nach der Veranstaltung gab es kein Halten mehr. Kusmagk verschwand in einem Pulk und signierte geduldig – diesmal einen ganzen Stapel Autogrammkarten mit dem Logo der Serie, die ihn bekannt gemacht hat: Gute Zeiten, schlechte Zeiten.
Vorher hatte der 27-Jährige die Auslosung für das in Rittmarshausen stattfindende B-Junioren-Fußballturnier moderiert – vor allem für seine weiblichen Fans blieb der Anlass seines Besuches in Göttingen absolut nebensächlich. „Peer, I love you“ hatten sie auf Zettel geschrieben, die sie immer dann schwenkten, wenn ihr Schwarm sich näherte. Kusmagk, mit lässig über der Hose hängendem Hemd bekleidet, genoss die Sympathiebekundungen sichtlich, winkte den Grüppchen immer wieder zu und schenkte ihnen ein Lächeln, bei dem er strahlend weiße Zähne blitzen ließ.
Und auch beim Gespräch im Anschluss zeigte er sich ausgesprochen umgänglich, erzählte von seiner Zeit nach dem Abitur, als er wie viele nicht gewusst habe, was er machen wolle. Durch Europa sei er gedüst, habe sich Jobs gesucht „als Animateur, Eisverkäufer und Wasserski-Lehrer“, erklärte er. „In Frankreich bin ich an eine Straßentheatergruppe geraten, das hat mir richtig Spaß gemacht.“ Wieder zurück in Deutschland bewarb er sich an der Schauspielschule in Berlin, blieb eineinhalb Jahre, setzte seine Ausbildung am Lee Strasberg Institut in Los Angeles fort. Heute ist er gut im Geschäft.
Gestern Morgen stand er noch vor der Kamera, am Sonnabend wird er für RTL bei der Aftershow-Party im Anschluss an die Entscheidung um Deutschlands Superstar ab ein Uhr nachts Promis interviewen. Und gibt es weitere neue Projekte? Die erste große eigene Show winkt. Bekanntgabe der Details: Bei einer Pressekonferenz am Dienstag, 12. März, in Hamburg. Für welchen Sender, wollte er allerdings nicht preisgeben. Nur soviel: „Ich arbeite schon für ihn.“
Peter Krüger-Lenz
