Aus alten Tageblatt-Schnipseln sieben KGS-Schüler neues Papier

Ich habe keine Rechte, aber ich habe eine Meinung“, bekannte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD). Die machte sie an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (KGS) deutlich: Mit nach oben gestrecktem Daumen und dem Bekenntnis, „Ich finde, das ist die richtige Schulform“, verabschiedete sie sich nach ihrem Besuch.
Ministerin mit Meinung: Edelgard Bulmahn (li.) in der KGS Foto: BB
Zuvor hatte sie sich das KGS-Modell erläutern lassen und Lehrern, Eltern- und Schülervertretern Fragen zum Ganztagsschulen-Programm des Bundes beantwortet. „Pisa“- und „Iglu“-Studie bildeten den Hintergrund der Diskussion. Was die Schüler davon halten, hatten sie der Ministerin mit einer Theater-Aufführung deutlich gemacht, in der sie die Beurteilungskriterien in Frage stellten.
Schulleiterin Marion Jüttner-Hötker betonte die beiden Besonderheiten der Kooperativen Gesamtschule: das gemeinsame (integrierte) Lernen und das freie Lernen, das eine Differenzierung ermögliche. Das Ganztags-Konzept erläuterte Fachbereichsleiter Walter Noth. Bulmahn machte deutlich, dass Ganztagsschulen nur ein erster Schritt zu einer großen Bildungsreform seien, in der Bildungsstandards die Lehrpläne ersetzen und Kompetenzen statt Leistung das Ziel sein sollen. „Das ist ein gewaltiger Systemwechsel“, so Bulmahn.
lo
Göttingen, 20.06.2003 20:33
