Tutoriumsfahrt nach ROM 2009

Leonard Moesus
Nach langem hin und her standen unser Zielort und auch die Lehrkräfte fest, mit Frau Ritter und Herrn Morath geht es nach Rom!
Die Woche vom 25.09 bis zum 30.09 war eine Woche voller Kultur, Sonnenschein und Smog. Geplant war die Abfahrt in Göttingen um 16:04, wo es dann per Zug nach München ging und von da aus mit einem Nachtzug nach Rom. Natürlich schaffte es nicht jeder zum vereinbarten Termin am Bahnhof zu erscheinen und so stieß Martha erst in München zu uns. Ansonsten verlief unsere Hinfahrt ereignislos, bis auf die Tatsche, dass unser gebuchter Nachtzug keine Liege- sondern Sitzabteile hatte. Die Folgen waren schmerzend, denn wir saßen zu sechst in einer, gefühlt, 2m^2 großen Kammer und sollten dort schlafen.


Am Vormittag des 26.09 kam unser Kurs auf dem Boden, über kreuz und unausgeschlafen in Rom an. Dass das Hotel ein anderes war als angekündigt, störte dann auch keinen mehr. Im Gegenteil, die jetzigen Zimmer waren viel angenehmer , als die geplanten.


Die fünf Tage waren in eingeteilt. Erst war am Samstag die „Stadterkundung“ dran, am Sonntag „Roma Antica I“, am Montag „päpstliches Rom“, am Dienstag „Rom Maritima“ und am Mittwoch „Roma Antica II“. An jedem dieser Tage gab es reichlich zu sehen und zu erfahren. So musste ein jeder von uns am Sonntag feststellen, dass der „Circus Maximus“ nur noch eine große Wiese ist , oder dass das Colosseum von den Germanen durchlöchert wurde, um an wertvolles Eisen heranzukommen.



Im Vatikan zeigte es sich, wie lohnend es ist, wenn man schon vorher reserviert hat .
Leider wurde vom Kurs vorher die Option einer Papstaudienz abgewählt. Ein weiteres Highlight im Vatikan, war der Petersdom. Der Aufstieg , aber vor allem die Aussicht, einmal nach innen und einmal nach außen, hat jeden beeindruckt.



In den nächsten Tagen wurde das Meer von uns besucht und das Pantheon begutachtet.


Selbstverständlich war dies nicht alles, sondern nur eine kleine Auswahl von Sehenswürdigkeiten, die wir in der ewigen Stadt zu Gesicht bekamen.
Am letzten Abend saßen wir vor der Fontana di Trevi, wo wir Gruppenfotos gemacht haben und der Tradition zu Folge ein paar Cent ins Wasser schmissen. Laut diesem Brauch bringt es Glück die Münze mit der linken Hand über die rechte Schulter zu werfen. Die große Besucherzahl bringt mit sich, dass Bedienstete der Stadt den Brunnen jeden Tag lehren müssen und den Inhalt, welcher ca. 600.000 Euro im Jahr beträgt, an Caritas spenden.
Ein großes Problem tat sich allerdings schon am ersten Abend auf. Auf einmal sagte man uns, dass wir keine Halbpension hätten, obwohl wir diese eigentlich gebucht hatten.
Die nächsten Stunden kämpften Herr Morath und Frau Ritter um unser Recht auf Essen.
Am Telfon lieferten sich hitzige Wortgefechte mit diversen verantwortlichen. Doch es half alles nichts und so gab es selbst organisierte, wie könnte es anders sein, Pizza. In den folgenden Tagen ergab sich, dass die Halbpension in einem Rechnungsschritt heimlich entfernt hat. Somit blieb es weiter uns überlassen für Nahrung zu sorgen, was in schönen abgelegenen Italienischen Restaurants endete.
Das Wetter war durchgehend heiß, heiß und trocken. So gut wie jeden Tag brauchte man eine kurze Pause, denn so viel Kultur und Hitze macht hungrig, doch zum Glück gab es in vielen kleinen Gassen viele kleine Imbisse, in denen es viele, mehr oder weniger leckere, Pizzen gab. Für diese Pausen hatten wir viel Freizeit, aber auch abends gab es viel Zeit, um individuell, entweder weiter Kultur zu erleben, oder sich mit leckeren Getränken den Abend zu versüßen.
Leider war es am 30.9 schon wieder soweit. Der Zug wartete auf uns und wie auf der Hinfahrt waren es wieder die gleichen Sitzabteile, allerdings verpassten wir in München unseren Anschluss, weil ein Hirsch von der Front gewischt werden musste, nachdem er vor den Zug sprang.


Wohlbehalten kamen alle am 1.10 wieder in Göttingen an. Dort verstreuten wir uns in alle Richtungen, um zu Hause die ganzen Erlebnisse in ruhe zu verarbeiten.
Alles in allem war es eine sehr gelungene Abschlussfahrt. Es war eine gute Mischung aus beeindruckender Kultur und berauschender Feier!
