Schülercoaching an der GSG

Seit dem Schuljahr 2009/2010 praktizieren wir bei uns an der Schule ein Schülercoaching nach dem Mündener Modell. Dieses möchten wir besonders betonen, da der Begriff des Coachings an Schulen leider sehr inflationär behandelt wird. Schülercoaching ist keine Beratung! Nicht jeder der berät coacht!
Das Coaching, wie wir es von der BBS Münden übernommen haben, ist ein in der freien Wirtschaft bewährtes Konzept. Für die schulische Umsetzung dieses Konzeptes hat die BBS Münden 2009 den deutschen Berufsschulpreis gewonnen. Das Coaching soll den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, in vertrauensvollen und individuellen Einzelgesprächen mit den Lehrkräften selbst ihre Stärken und Schwächen zu identifizieren. Die Schüler sollen eigenständige Strategien entwickeln, um ihre eigenen Stärken zu fördern, ihre Probleme zu lösen und vorhandene Defizite zu beseitigen. Den Jugendlichen soll so die weitere schulische Laufbahn, der Übergang in eine Berufsausbildung und Erwerbstätigkeit bzw. ein Studium erleichtert werden.
Ganz wichtig dabei ist, dass die Teilnahme am Coaching für Schüler und Lehrer freiwillig ist und bleiben muss. Jede Lehrkraft führt pro Woche in einer unterrichtsfreien Stunde ein Coaching-Einzelgespräch von 45 Minuten. Dadurch kommen die Schülerinnen und Schüler regelmäßig an die Reihe. Jeder Coach betreut maximal 4-6 Schülerinnen und Schüler. Die Coachinggespräche führen die Kolleginnen und Kollegen ohne dass sie dafür eine Stundenentlastung bekommen. Alle Kolleginnen und Kollegen wurden in speziellen Fortbildungen auf die Aufgabe als Coach vorbereitet.
Bei uns werden inzwischen Schülerinnen und Schüler des 9., 10. und 11. Jahrgangs gecoacht.
Erste Evaluationsergebnisse bei unserer ersten Coachingklasse kommen zu ähnlich positiven Ergebnissen, wie sie auch in Hann Münden zu verzeichnen waren.
Die Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler steigt, das Klassenklima und somit auch die Lernatmosphäre verbessert sich, bessere Lernergebnisse stellen sich ein.
Inzwischen ist das Projekt auch in den zwei elften Klassen evaluiert worden, die das Coaching im Schuljahr 2011/12 erstmalig erprobt haben. Wir bekamen am Ende dieses Schuljahres die Möglichkeit, den Verlauf von zwei Studierenden der Universität Göttingen, Nekane Krumm und Alexandra Schindler (Pädagogikseminar von Peter Brammer) auswerten zu lassen. Die Evaluationsfragen und Ergebnisse spiegeln das Projekt im Werden. Positiv ist hervorzuheben, dass etliche Schülerinnen und Schüler, vor allem Schülerinnen, meinen, von dem Coaching profitiert zu haben. Weiterhin ist ein schöner Effekt, dass sich die Berufszufriedenheit bei den coachenden Kolleginnen und Kollegen gesteigert hat. Aufgrund der Ergebnisse hat sich diese Gruppe dazu entschlossen, sich noch weitergehend an den Vorgaben des Mündener Modells zu orientieren.
Die entscheidenden Evaluationsergebnisse sind unten zu finden:

(leicht gekürzte Fassung)


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